Fleißige Onlineshopper wissen längst: Über kurz oder lang stapeln sich Unmengen an alter Verpackungen und Karton in den eigenen vier Wänden und nicht selten endet das in einer Paketlawine auf dem Boden des heimischen Wohnzimmers. Nur wohin mit den geduldig gesammelten alten Schachteln, wenn nicht in den Müll?

In welchen Dimensionen der Versandhandel mit diesem Problem zu kämpfen hat, vermag sich vielleicht der ein oder andere „Hobby-Ebayer“ wage vorzustellen. Warum auch die Umwelt gehörig unter dieser Thematik leidet und welche Lösungsansätze wir in den heiligen SmartUp-Hallen ausgeheckt haben, das erfahrt ihr jetzt! 

 

 

Happy Abholzung – Status Quo der Karton-Wirtschaft

 

Deutschland ist ganz vorne mit dabei, wenn es weltweit um die Menge an Ein- und Ausfuhr von Papier, Pappe und Karton geht. Mit 13.346 Tonnen Ausfuhr und 11.320 Tonnen Einfuhr im Jahr 2015 liegen wir sogar vor Großbritannien, den USA oder China. Generell ist auch ein Anstieg in der Produktionsmenge von Papier, Pappe, Karton und Zellstoff zu verzeichnen. In Deutschland haben wir alleine im Jahr 2015 22.601 Tonnen davon produziert (Quelle: Statista, Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter).

Der Verbrauch von Papierverpackungen im Versandhandel hat zwar, laut Umweltbundesamt, von 2000 bis 2012 um 75% zugenommen – aber auch wenn es sich um Papier und nicht um Plastik handelt – verbrauchen wir hier wertvolle Ressourcen und tragen nicht gerade positiv zur Ökobilanz bei: Regenwald adieu …

Auf der anderen Seite steigt die Altpapier-Recyclingquote von 51,8% im Jahr 2000 – auf ganze 72,5% 2016. Und eine Umfrage zum Entsorgungsverhalten 2016 zeigte, dass etwa 30% der Befragten, Produkte aufgrund von zu viel unnötigem Verpackungsmüll nicht kaufen würden. In der Schweiz ist man offenbar auf dem Vormarsch – dort gaben 60% der befragten Onlineshopper an, dass ihnen der Aspekt von wiederverwendbarer Verpackung äußerst wichtig sei.

Ein ökologisches Umdenken findet also offensichtlich in den Köpfen der Menschen statt. Es stellt sich also die Frage – wie wir uns und unserem Planeten mit mehr Nachhaltigkeit im Versandhandel begegnen können?

 

Es geht doch um die inneren Werte!

 

Wie können wir also dem Kartonwahnsinn ein Schnippchen schlagen?

Unsere Idee ist es, diesen Ressourcenverbrauch durch Mehrfachverwendung von Kartons und Füllmaterial deutlich zu reduzieren. Hier möchten wir unseren Kunden und Partnern ans Herz legen, dass sie in ihren Online Shops die Versandoption „wiederverwendeter Karton“ zur Wahl stellen und den Onlineshoppern die Möglichkeit bieten, sich aktiv für das Wiederverwenden von Verpackungsmaterial zu entscheiden. Natürlich trifft die Ware dann wie gewohnt in top Zustand, inklusive einer charmanten, alten Schachtel und dem guten Gefühl einen ökologisch-wertvollen Beitrag geleistet zu haben, bei den Käufern ein!

Top oder Flop – was haltet ihr von der Idee? Sollen wir das Thema weiter vorantreiben und individuelles Fulfillment noch nachhaltiger gestalten?

Wir freuen uns über eure Meinung!