Der Alltag heutiger Konsumgenerationen ist geprägt durch twittern, snappen und liken, was Unternehmen inzwischen geschickt zu nutzen wissen. Willkommen im Zeitalter der Digital Natives, die sich am liebsten über die Sozialen Netzwerke mit Freunden austauschen, inspirieren lassen und beraten. Social Media-Marketing ist daher ein längst etabliertes Instrument und die daraus resultierende Einbindung von Influencern sorgt nicht selten für beeindruckende Konversionsraten.

 

Aber nun zu den Fakten!

 

Eine Studie des ECC Köln in Kooperation mit Hermes zeigte, dass täglich beinahe die Hälfte aller Befragten auf Facebook, jeder Sechste auf YouTube und jeder Zwölfte auf Instagram unterwegs ist. Dabei wurde Facebook von mehr als jedem Zweiten, YouTube von beinahe jedem Zweiten und Instagram von jedem Dritten als Plattformen für informative Kaufvorbereitung genutzt. Denn wer verlässt sich nicht gerne auf Feedback, Bewertungen und Erfahrungsberichte der Online-Community, die das begehrte Produkt bereits auf Herz und Nieren getestet hat? Besonders Aktivitäten auf Facebook und YouTube führen letztendlich zum Kauf. Fast die Hälfte aller sogenannten Smart Consumer, die ihr Handy selten aus der Hand legen, zu den Early Adaptern gehören und im Durchschnitt etwa 36 Jahre alt sind, ließen sich schon einmal von Facebook oder YouTube zum Kauf anregen. Nicht zu unterschätzen ist außerdem das Potential der Plattformen Instagram und Pinterest, welche etwa jeden Fünften zum Kauf verleiten. Und auch laut Social Media-Atlas 2017/18 (Hamburger Kommunikationsberatung, Toluna) hat jeder fünfte deutsche Internetnutzer, innerhalb von 12 Monaten schon mal Dienstleistungen oder Produkte gekauft, die YouTuber ihnen empfohlen haben.

Aber nicht nur maßgeschneiderte Ads, die am Bildschirmrand oder im Feed positioniert sind, lösen in konsumfreudigen Social Media-Nutzern eine deutliche Kaufmotivation aus. Besonders reichweitenstarke Profile von Bloggern und Influencern tragen zum enormen Einfluss von Social Media auf das heutige Konsumverhalten bei. Immer mehr Unternehmen nutzen diese Strategie, greifen auf Kooperationen mit millionen(Follower-)schweren Social Media-Stars zurück und pokern dabei geschickt um eine größere Markensichtbarkeit und somit höhere Umsätze. Und das nicht grundlos: etwa ein Viertel aller Social Media Nutzer in Deutschland haben einer Studie zufolge bereits Ware gekauft oder Dienstleistungen in Anspruch genommen, weil ein Blogger, YouTuber oder Influencer diese beworben haben. Bei Kooperationen gilt es jedoch, auf passgenaue Kanäle und zielgruppenspezifische Persönlichkeiten zu setzen, um keinen Authentizitätsverlust zu verzeichnen.

Soziale Medien gehören zu der Marketingkategorie, mit vielversprechender Zukunftsrelevanz. Soziale Medien gelten längst nicht mehr bloß als Kommunikationskanäle – sie sind inzwischen klar Informations- und Inspirationsplattformen, die eine reelle Umsatzsteigerung bewirken können. Wir bleiben gespannt, was die Zukunft für Soziale Netzwerke und den Onlinehandel bereithält!