Ihr habt euren eigenen Onlineshop und bietet eine Vielzahl von Produkten an, die eure Kunden bestellen können? Dann solltet ihr ihnen den Bestellvorgang so einfach wie möglich machen und Wert auf eine Optimierung des letzten Schrittes legen: den Checkout Prozess.
Denn aktueller Studien zufolge ist die Zahl der Abbruchrate vor dem Bezahlvorgang je nach Branche noch immer erschreckend hoch.

Wir zeigen euch mit einer Anleitung von fünf Schritten, wie ihr den letzten Schritt des Bestellvorgangs noch kundenfreundlicher gestalten könnt.

1. Userfreundliche Gestaltung

Eure Kunden sollen sich in eurem Onlineshop wohlfühlen und zurechtfinden. Ihr Vertrauen könnt ihr beispielsweise durch Online-Gütesiegel gewinnen, die ihr auf eurer Website sinnvoll platziert. Sie geben euren Kunden Sicherheit und das Gefühl eines exzellenten Service. Auch wirkt ihr damit authentischer, professioneller und seriöser. Verschiedene Anbieter findet ihr im Internet.

Zudem ist es ratsam, den Checkout Prozess mithilfe einer Prozessanzeige oder einem Fortschrittbalken zu visualisieren. Zeigt euren Kunden, wo sie sich gerade befinden und was es noch zu tun gibt. Jeder kleine Schritt ist für sie ein Erfolg und bringt sie näher zum Ziel. Hier sollte für sie auch die Option offengehalten werden, noch einmal mehrere Schritte zurückspringen zu können, um ihre Daten zu überprüfen.
Allgemein gilt, dass der Checkout Prozess so schlank wie möglich gehalten werden sollte – also mit wenigen Schritten abschließbar.

Wenn eure Kunden ein Produkt bestellen und ihren Einkauf weiter fortsetzen möchten, wünschen sie sich keine automatische Weiterleitung zum Warenkorb, sodass diese dann störend sein könnte. An der Stelle sind informative Popups zu empfehlen, die euren Kunden zeigen, dass sie das jeweilige Produkt lediglich dem Warenkorb hinzugefügt haben.
Im nächsten Schritt sollte das Layout des Warenkorbes schlüssig sein: Die Produkte sollten eindeutig mit Bild, Beschreibung, Lieferzeiten und Kosten anzeigt werden, bequem bearbeitet bzw. entfernt sowie zwischengespeichert werden können. Aussagekräftige Buttons können hier helfen und eine Transparenz, insbesondere bei den Kosten, ist gefragt.

2. Möglicher Gastzugang

Die wenigsten Kunden möchten sich für eine Bestellung direkt registrieren. Die Möglichkeit, sich als Gast einloggen zu können, nehmen sie hingegen gerne an. Besonders bei Neukunden ist eine Zwangsregistrierung nach wie vor ein leidiges Thema.

Auch ihr solltet euren Kunden diese Option anbieten. Schließlich wollt ihr diese ja auch erst einmal mit eurem Angebot und Service überzeugen, bevor sie sich freiwillig dazu bereit erklären, sich in eurem Onlineshop zu registrieren.

3. Reduzierte Kundendaten

Die meisten eurer Kunden möchten möglichst wenig Daten von sich preisgeben. Fragt also auch nur die ab, die nach den geltenden Datenschutzrichtlinien nötig sind. Bei der Gestaltung des Formulars sind bestimmte Grundregeln zu beachten, die eine gewisse Reihenfolge sozusagen vorgeben: Anrede, Vor- und Zuname, Anschrift und E-Mail Adresse. Pflichtfelder sind alle außer die Anrede. Diese Felder gilt es beispielsweise mit einem Sternchen zu kennzeichnen. Darüber hinaus gibt es aber noch einige weitere Punkte, die im Rahmen der Datenabfrage zu berücksichtigen sind und den Checkout Prozess optimieren können.

Gebt euren Kunden bei der Eintragung ihrer Kundendaten Hilfestellungen. Eine Live-Validierung, Erklärungsfenster und Auswahlboxen können euch hier helfen, den Prozess zu vereinfachen.

4. Mehrere Versanddienstleister sowie Versand- und Retourenmöglichkeiten

Für eure Kunden sind auch die Versanddienstleister und -optionen interessant, über die bzw. zu denen eure Produkte zu ihnen geliefert werden. Bietet auch hier eine große Auswahl an Dienstleistern und Möglichkeiten an, um allen Geschmäckern gerecht zu werden.
Paketdienste wie Deutsche Post, DHL, DPD, GLS und UPS sind die wohl bekanntesten.

5. Vielfältige Zahlungmöglichkeiten

Oftmals wird der Onlinekauf abgebrochen, wenn die gewünschte Zahlungsoption nicht bereitgestellt wird. Bedenkt also, dass die Geschmäcker auch bei den Zahlungsmöglichkeiten verschieden sein können. Als Onlinehändler solltet ihr versuchen, viele Möglichkeiten anzubieten: Die Zahlung per Vorkasse, Überweisung, Lastschrift, PayPal und Kreditkarte sind hier die gängigsten und beliebtesten Arten.
Wenn ihr eure Produkte international versendet, spielt hier erst recht die Zahlungsart eine wichtige Rolle. Denn je nach Land ändern sich auch die Zahlungsvorlieben.

Doch damit nicht genug: Nachdem eure Kunden ihre Bestellung bestätigt haben, solltet ihr Emotionen walten lassen. Gratuliert ihnen zum Kauf und haltet sie über ihre Bestellungen auf dem Laufenden. Auf die Bestellbestätigung folgen personalisierte Track & Trace Benachrichtungen zum Sendungsstatus. Der Zeitpunkt danach eignet sich auch gut für einen wiederholten Hinweis auf ein Kundenkonto, den Newsletter sowie die Einholung von Feedback zum Bestellvorgang.

Je leichter ihr den Checkout Prozess für eure Kunden gestaltet, umso lieber und öfter bestellen sie womöglich Produkte in eurem Onlineshop. Mit den oben genannten Tipps und Tricks könnt auch ihr den letzten Schritt in eurem Shop optimieren und die Shoppingherzen von Neukunden gewinnen.

Wir wünschen euch viel Erfolg dabei! Bei Fragen rund ums Thema E-Commerce helfen wir euch gerne weiter.